Zerup richtig dosieren: Mischverhältnis, Ergiebigkeit und Anwendung

Der Hersteller More Nutrition gibt für Zerup ein Mischverhältnis von 1 Teil Sirup auf 154 Teile Flüssigkeit an, im Beispiel auf dem Etikett: 1,6 ml Sirup auf 248,4 ml Wasser. Für ein normales Glas sind das also gut anderthalb Milliliter, für einen Liter rund 6,4 ml. Ein 65-ml-Squeezie ergibt damit laut Herstellerangabe 10 bis 12 Liter Fertiggetränk. Alles darüber und darunter ist Geschmackssache — auch das schreibt der Hersteller ausdrücklich dazu.

Die Kurzantwort: 1 Teil Sirup auf 154 Teile Wasser

Auf dem Etikett jeder Zerup-Flasche der Frucht-Linie steht unter „Verzehrempfehlung“ derselbe Satz: „1 Teil Sirup + 154 Teile Wasser im Glas oder in der Flasche mischen. Z.B. 1,6 ml Sirup mit 248,4 ml Wasser.“ Wir haben das bei allen 36 aktuellen Frucht-Sorten des Herstellers einzeln nachgesehen: 36 von 36 tragen exakt diesen Wortlaut. Eine sortenspezifische Dosierung gibt es nicht — Cherry, Kräuter-Limonade und Lemon Iced Tea werden gleich dosiert.

Bei den 11 Barista-Sorten ist das Verhältnis dasselbe, 1 Teil auf 154 Teile. Das Milliliter-Beispiel auf dem Etikett lautet dort allerdings anders, nämlich „1 ml Sirup mit 149 ml Heißgetränk“. Warum die Beispielzahlen des Herstellers auseinandergehen und woran wir uns halten, steht weiter unten im Barista-Abschnitt.

Was das im Glas bedeutet: 1,6 ml auf 248,4 ml

248,4 ml ist eine unhandliche Zahl, sie ergibt aber Sinn: 1,6 ml Sirup plus 248,4 ml Wasser sind zusammen genau 250 ml Fertiggetränk, also ein normal gefülltes Glas. Zerup kommt als Squeezie, also als Quetschflasche, aus der tropfenweise dosiert wird. Deshalb hier die Herstellerangabe auf gängige Gefäßgrößen hochgerechnet:

Füllmenge Zerup
248,4 ml (Herstellerbeispiel) 1,6 ml
Glas, 250 ml rund 1,6 ml
Flasche, 500 ml rund 3,2 ml
Karaffe, 750 ml rund 4,8 ml
1 Liter rund 6,4 ml
1,5 Liter rund 9,7 ml

Die Zeilen ab 250 ml sind unsere Hochrechnung aus dem Herstellerbeispiel, keine zusätzliche Herstellerangabe. Wer nicht abmessen will, dosiert nach Gefühl — der Hersteller stellt die Menge ausdrücklich frei. Wie viel Sirup ein einzelner Druck auf die Flasche abgibt, gibt der Hersteller nicht an, deshalb nennen wir hier auch keine Tropfen- oder Drückzahl: sparsam anfangen, umrühren, probieren und nachdosieren.

Was das im Liter bedeutet: rund 6,4 ml

Wer eine Literflasche für unterwegs mischt, rechnet aus dem Etikettbeispiel: 1000 ml geteilt durch 248,4 ml sind gut vier Portionen, mal 1,6 ml ergibt rund 6,4 ml Sirup pro Liter. Für die 1,5-Liter-Flasche sind es entsprechend rund 9,7 ml. Bei einer 65-ml-Flasche bedeutet das: Sie reicht für etwa zehn Literflaschen.

Ergiebigkeit: 10 bis 12 Liter aus einem 65-ml-Squeezie

Alle Zerup-Flaschen enthalten 65 ml — das gilt für die Frucht- und die Barista-Linie gleichermaßen, wir haben das Feld „Inhalt“ bei allen 47 Sorten des Herstellers geprüft. Zur Reichweite sagt der Hersteller zwei Mal dasselbe: auf dem Etikett beider Linien „Ein Sirup ergibt 10 bis 12 Liter Fertiggetränk“ und in den FAQ, wo More Nutrition schreibt: „Ein Squeezie von unserem Sirup ohne Zucker enthält 65 ml und reicht für ca. 10-12 L Fertiggetränk.“

Nachrechnen: warum die Herstellerangabe aufgeht

Die 10 bis 12 Liter sind keine Marketingzahl, sondern die Konsequenz aus dem Mischverhältnis. 65 ml geteilt durch 1,6 ml pro Glas ergeben rund 40 Gläser, mal 250 ml sind das ca. 10,2 Liter — das untere Ende der Herstellerspanne. Die 12 Liter am oberen Ende erreicht man, wenn man etwas sparsamer dosiert, nämlich mit rund 1,35 ml pro Glas.

Dosierung pro 250-ml-Glas Gläser aus 65 ml Fertiggetränk
1,35 ml (sparsam) rund 48 rund 12 Liter
1,6 ml (Herstellerbeispiel) rund 40 ca. 10,2 Liter
3,2 ml (doppelt so kräftig) rund 20 rund 5 Liter

Stärker oder milder: warum die Menge Geschmackssache ist

Der Hersteller lässt die Dosierung bewusst offen. More Nutrition schreibt dazu: „Je nachdem wie intensiv du dein Getränk magst, kannst du die Sirup-Menge entsprechend anpassen.“ Das ist ehrlich, hat aber zwei Konsequenzen, die man kennen sollte. Erstens sinkt die Ergiebigkeit proportional — wer doppelt so kräftig mischt, kommt eben nur auf rund 5 statt 10 Liter. Zweitens gelten die Nährwerte auf der Flasche laut Spaltenkopf „Pro 100g/ml Zubereitung“, also für das fertige Getränk im empfohlenen Verhältnis. Der Hersteller weist dort je nach Sorte 0 bis 3 kcal pro 100 ml aus — in der Frucht-Linie 1 bis 3 kcal, in der Barista-Linie 0 bis 3 kcal; wer kräftiger dosiert, verschiebt diesen Wert entsprechend nach oben. Wie sich das im Detail zusammensetzt, welche Süßungsmittel eingesetzt werden und was „0 g Zucker“ auf dem Etikett genau meint, haben wir in einem eigenen Beitrag zu Inhaltsstoffen, Kalorien und Zucker im Zerup aufgeschlüsselt.

Sprudelwasser oder stilles Wasser?

Beides funktioniert, und der Hersteller legt sich nicht fest: Die Verzehrempfehlung nennt schlicht „Wasser im Glas oder in der Flasche“ und unterscheidet weder nach Kohlensäure noch nach Reihenfolge beim Einfüllen. Am Mischverhältnis ändert sich nichts, weil es ein reines Volumenverhältnis ist — 1,6 ml auf 250 ml gelten für stilles Wasser wie für Mineralwasser mit Kohlensäure. Praktisch ist der Unterschied ein Geschmacks- und kein Rezepturthema; welche Sorte einem mit oder ohne Kohlensäure besser schmeckt, muss man selbst ausprobieren. Die Zerup-Sorten, die wir führen, finden Sie in unserer Zerup-Übersicht; zu den beiden auffälligsten Namen haben wir separat aufgeschrieben, was in White Boost und Pink Boost tatsächlich drin ist.

Barista-Zerup in Kaffee, Tee und Matcha

Die Barista-Linie ist genau dafür gemacht: Ihre rechtliche Bezeichnung lautet „Sirup Barista-Linie zur Herstellung aromatisierter Heißgetränke“, und die Hersteller-FAQ nennt als Anwendung „1 Teil Sirup mit 154 Teilen deines Heißgetränks mischen – z. B. 1,6 ml Zerup Barista auf 248,4 ml Kaffee, Tee oder Matcha“. Das Verhältnis ist also dasselbe wie bei den Frucht-Sorten.

Eine Einschränkung gehört dazu: Die Milliliter-Beispiele des Herstellers sind untereinander nicht deckungsgleich. Auf dem Barista-Etikett steht „1 ml Sirup mit 149 ml Heißgetränk“, im Fließtext der Barista-Produktseite des Herstellers „2 ml auf 248 ml“, in den FAQ die oben zitierten 1,6 ml auf 248,4 ml. Auch das Beispiel der Frucht-Linie geht rechnerisch nicht exakt auf: 1,6 ml auf 248,4 ml entsprechen rund 1:155, nicht 1:154. Als Formulierung durchgängig identisch ist über alle Quellen hinweg nur das Verhältnis „1 Teil auf 154 Teile“ — daran halten wir uns, und aus demselben Grund nennen wir hier keine Tassenzahl pro Flasche, sondern die Liter-Angabe vom Etikett. Für die Praxis ist der Unterschied ohnehin klein: Zwischen 1:149 und 1:155 liegen bei einem 250-ml-Glas keine 0,1 ml.

Barista-Zerup in Porridge, Milchreis und Grießpudding

Der Hersteller lobt für die Barista-Linie ausdrücklich eine zweite Anwendung aus. Auf der Produktseite des Herstellers heißt es, man könne den Sirup „auch zum Süßen von Protein Porridge, Milchreis oder Grießpudding verwenden“; auf der Herstellerseite der Barista-Tasterbox steht derselbe Gedanke ausführlicher, ebenfalls in der Sprecherrolle von More Nutrition: „Die 4 Zerup Barista Squeezies kannst du nicht nur für heiße und kalte Drinks verwenden, sondern auch zum Verfeinern süßer Meals wie Porridge, Milchreis oder Grießpudding.“ In den FAQ steht zusätzlich Joghurt in der Aufzählung. Eine Mengenangabe gibt es dafür nicht — der Hersteller schreibt nur, dass „ein paar Tropfen genügen“, um einer Speise eine süße Note zu geben. Wir nennen hier bewusst keine Grammzahl, weil es dazu keine belastbare Quelle gibt: Anfangen mit wenigen Tropfen, umrühren, nachdosieren.

Häufig gefragt wird auch nach Quark. Dazu macht der Hersteller keine Angabe: Genannt sind Porridge, Milchreis, Grießpudding und Joghurt. Wer gezielt Quark süßen möchte, ist mit dem dafür ausgelobten Pulver Chunky Flavour näher an der Herstellerempfehlung — dort lautet die Verzehrempfehlung „3 g Pulver (ein Löffel, innenliegend) mit 300 g Quark“. Ein Verbot für Zerup ist das nicht, nur eine fehlende Empfehlung.

Warum Frucht-Zerup nicht für Heißgetränke ausgelobt ist

Die Frucht-, Limo- und Eistee-Sorten tragen eine andere rechtliche Bezeichnung als die Barista-Linie: „Sirup zur Herstellung eines Erfrischungsgetränkes. Mit Süßungsmitteln.“ Die Verzehrempfehlung nennt ausschließlich Wasser, und weder die Produktbeschreibung noch die FAQ des Herstellers erwähnen eine heiße Anwendung. Das ist kein Warnhinweis und keine Untersagung — es ist schlicht eine fehlende Auslobung. Wer Kaffee, Tee oder Matcha süßen will, greift zur Barista-Linie, weil dafür eine Herstellerangabe existiert; für alles Kalte ist die Frucht-Linie die vorgesehene Wahl.

Lagerung nach dem Öffnen

Für beide Linien gilt derselbe Hinweis, in dem nur der Produktname wechselt. More Nutrition schreibt: „Grundsätzlich solltest du unseren zuckerfreien Getränkesirup vor Licht und Wärme geschützt lagern. Nach dem Öffnen bewahrst du den Zerup am besten kühl auf und brauchst den Rest zügig auf.“ Eine Zahl nennt der Hersteller dazu nicht — keine Wochen, keine Monate. Wir tragen hier bewusst keine erfundene Frist nach: Kühl und dunkel lagern, angebrochene Flaschen nicht monatelang stehen lassen, und im Zweifel gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Flasche.